Anhydritboden vorbereiten, anschließend ausgleichen und Parkett verkleben: So funktioniert es!
Möchten Sie Parkett auf einem Anhydritboden verlegen? Dann müssen Sie zunächst einige Schritte unternehmen, damit Sie später einen schönen, ebenen Parkettboden erhalten.
Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, ist es wichtig, den Untergrund sorgfältig zu beurteilen. Überprüfen Sie, ob die schwache Verschleißschicht (die sogenannte „Slemlaag“) bereits entfernt wurde. Grundsätzlich sollte dies während der Bauphase geschehen, aber in der Praxis wird dies regelmäßig übersehen.
Wenn die Schleifschicht noch vorhanden ist, empfehle ich, diese zunächst durch Abschleifen des Bodens vollständig zu entfernen. Erst danach können Reparaturen oder das Auftragen einer Grundierung erfolgen.
Es ist auch sinnvoll, den Feuchtigkeitsgehalt des Anhydritbodens zu messen, bevor Sie mit Ihrem Projekt fortfahren. Anhydrit ist sehr feuchtigkeitsempfindlich, ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt kann zu ernsthaften Problemen mit dem Kleber und dem Parkett führen. Dies ist eine der wichtigsten Kontrollen, bevor Sie beginnen. Die idealen Feuchtigkeitswerte liegen bei < 0,5 % CM oder < 1,8 % bei Fußbodenheizung.
Warum muss ein Anhydritboden geschliffen werden?
Ist der Anhydritboden trocken genug? Dann können Sie diesen Boden schleifen. Vor Beginn ist es wichtig, den Anhydritboden zu schleifen, was in der Regel in der Verantwortung des Bauunternehmers liegt. Dennoch wird dies regelmäßig nicht durchgeführt, obwohl es unbedingt notwendig ist. Sie können selbst überprüfen, ob dies bei Ihrem Projekt bereits geschehen ist, andernfalls können Sie dies mit Ihrem Bauunternehmer besprechen oder die Arbeit selbst ausführen.
Das Schleifen ist wichtig, weil:
- Der Boden dadurch besser trocknen kann.
- Die Gesamtqualität des Bodens verbessert wird.
- Die pulverartige Deckschicht (von minderer Qualität) entfernt wird.
- Die Haftung von Grundierungen und Ausgleichsmassen stark verbessert wird.
- Vergessen Sie auch nicht, vor den Arbeiten ein Aufheizprotokoll zu befolgen, insbesondere bei Fußbodenheizungen.
Grundieren und Ausgleichen
Das Ausgleichen ist wichtig, um einen ebenen, glatten Untergrund für das Parkett zu erhalten. Ohne diesen Schritt können Unebenheiten zu Spannungen im Parkett führen und auf Dauer Schäden verursachen.
Nach dem Reinigen und Schleifen des Bodens, wenn dieser frei von Staub und der Verschleißschicht (Slemschicht) ist, kann mit dem Auftragen einer Grundierung begonnen werden. Eine geeignete Grundierung ist beispielsweise UZIN PE 360. Beachten Sie, dass Anhydritböden stark saugfähig sind. Der Verbrauch kann daher relativ hoch sein: etwa 30 m² pro 10 Liter. Zum Ausgleichen ist UZIN NC 580 auf Gipsbasis ein geeigneter Ausgleichsmörtel.
Für Parkettverklebung auf Ausgleichsmasse
Wenn Sie auf dem ausgeglichenen Parkettboden kleben, empfehle ich, zunächst eine dünne Grundierung auf den ausgeglichenen Untergrund aufzutragen. Hierfür empfehle ich Pallmann PE 104. Tragen Sie diese Grundierung auf und kleben Sie das Parkett innerhalb von 24 Stunden nach dem Grundieren.
Bitte beachten Sie: Wenden Sie sich immer an Ihren Klebstofflieferanten, um zu überprüfen, ob der von Ihnen verwendete Parkettklebstoff für dieses System geeignet ist. UZIN arbeitet selbst häufig mit Zweikomponentenklebstoffen wie Pallmann P8 oder P9.
Haben Sie Fragen zum Ausgleichen von Anhydritböden und zum Verkleben von Parkett? Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. Ich helfe Ihnen gerne weiter.
Haben Sie Fragen zu Ihrem speziellen Job?
Persönliche Beratung, die auf Ihren speziellen Auftrag zugeschnitten ist. Für allgemeine Fragen können Sie mich natürlich auch kontaktieren.
Marco Loman
Inhaber Ausgleichsmasse-shop.de